Physikalische Druckprüfung mit Luft & Wasser

Wir als ARI-GmbH bieten eine qualifizierte Beratung und helfen Ihnen, kostspielige Fehler zu vermeiden. Wir bieten Ihnen einen reibungslosen Ablauf vor Ort an, wobei Sie durch fachgerechte und kompetente Beratung, durch unseren geprüften Mitarbeiter, die Kosten im Blick haben.

Sprechen Sie und an und vereinbaren Sie einen persönlichen Ortstermin, zur Betrachtung Ihrer Entwässerungsanlage.

Die durchzuführende Dichtigkeitsprüfung, sowie anschließende Sanierung darf nur von fachkundigen Betrieben durchgeführt werden. Bau-, betriebs- und materialtechnisches Sachverständnis aus dem Abwasserbereich, wie auch das Fachwissen zur Dichtheitsprüfung von Grundstücksentwässerungs-anlagen, müssen nachgewiesen werden.

Die Dichtigkeitsprüfung:

 

Was wird geprüft?

Generell werden alle im Erdreich verlaufenden Abwasserleitungen geprüft auf:

  • sichtbare Schäden

  • eindringendes Grundwasser

  • Befahrbarkeit der Leitungen

  • Funktionsfähigkeit der Schächte

  • Schmutzwasserleitungen, Mischwasserleitungen,

  • Kontrollschächte und Revisionsöffnungen

  • Klärgruben

 

Warum wird Dichtigkeit geprüft?

Abwasserleitungen müssen dicht sein, ansonsten droht das austretende Schmutzwasser den Boden mitsamt dem Grundwasser und schlimmstenfalls auch unser Trinkwasser zu verunreinigen. Bei einer Gesamtlänge von ca. 1,5 Mio. km der privaten Anschlusskanäle und Grundleitungen und einem geschätzten Schaden von etwa 40% bedeutet das, eine große Bedrohung für die Umwelt und schließlich auch für uns. Zusätzlich kann das Grundwasser, welches in defekte Rohrsysteme eindringt, die Abwasseranlagen negativ beeinträchtigen und zur hydraulischen Überlastung von Kanalnetzten führen. Grundstückseigentümer werden deshalb nach §60 des Wasserhaushaltsgesetztes verpflichtet ihre Anlagen betriebssicher zu errichten, zu betreiben und zu unterhalten. So schreibt die DIN 1986-30:2012-02 „Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke" vor, die Abwassersysteme regelmäßig auf Dichtheit zu überprüfen.

 

Ablauf der optischen Dichtigkeitsprüfung:

1. Optische Inspektion nach DIN 1986-30 (sog. KA)

Reinigung: Vor der eigentlichen Prüfung werden die Grund- und Anschlussleitungen, mithilfe von Hochdruck-Spüldüsen, die über einen Schacht oder über eine Revisionsklappe in die Leitung eingeführt werden, gründlich gereinigt. In die zu inspizierende Leitung wird eine ferngesteuerte, abbiege fähige Schiebekamera eingelassen. Der Inspekteur verfolgt den Lauf der Kamera durch das Abwassersystem über einen Monitor und kann so eventuell vorhandene Schäden vor Ort feststellen. In manchen Fällen werden auch "Kanal-Spüldüsen mit Kameraauge" eingesetzt. Die hochauflösenden Videoaufnahmen der Kamera werden aufgezeichnet. Schächte werden auf Schäden geprüft, fotografiert und die Ergebnisse in einem Untersuchungsprotokoll festgehalten. Dokumentation & Inhalt: Zu der Dichtigkeitsprüfung gehört auch eine vollständige Dokumentation.

Bestandslageplan, Untersuchungsvideos auf CD oder DVD, Fotos der Einzelschäden, Untersuchungs-protokolle der Rohre, Kanäle und Schächte, schriftlicher Dichtheitszertifikat.

2. mit Luft oder Wasser nach DIN EN 1610 (DR1)

Der Gesetzgeber verpflichtet die Bürger eine optische Inspektion zum Nachweis der Dichtigkeit des Abwassersystems und des eigenen Grundstückes vornehmen zu lassen. Oftmals zeigt sich jedoch, dass Leitungen, die dicht aussehen, welche bei einer optischen Inspektion bestehen, große Mängel bei einer Dichtigkeitsprüfung durch Druckbeschlagung mit Wasser bzw. Luft aufweisen. Nur diese kann fehlerfrei nachweisen, dass ein Abwassersystem intakt ist oder gegebenenfalls Schadstellen exakt feststellen. Eine solche Dichtigkeitsprüfung ist also bei der Erstprüfung durchaus sinnvoll.

3. DIN 1986-30 (DR2) Kamerauntersuchung als Dichtheitsnachweis "im Sinne dieser Norm" für Leitungen zu, in denen ausschließlich häusliches Abwasser abgeleitet wird.

Eine Wasserdichtheitsprüfung ist zudem notwendig, wenn Teile des Grundstücknetztes nicht mit der Kamera erreichbar sind.

Vorgehensweise: Nachdem das Netz an seinem tiefsten Punkt mit einer pneumatischen Rohrblase druckdicht verschlossen wird, leitet man Wasser oder Luft in den zu überprüfenden Leitungsabschnitt bzw. in das gesamte Netz. Ist ein konstanter Wasserpegel erreicht, beginnt die 15-minütige Prüfphase. Wasser, das während des Vorgangs austritt, wird nachgegossen und der Wasserzugabewert exakt festgehalten. Überschreitet dieser Wert die zuvor festgelegte erlaubte Grenze oder wird gar kein stabiler Wasserstand erreicht, gilt die Leitung als undicht und muss saniert werden.

  • w-facebook
  • Twitter Clean